VERANSTALTUNGEN

Programm AMS

2. Halbjahr 2019

Sonntag, 8. September, 14.00-18.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals – Altstadtfest

Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10

Kostenlose Führungen durch das Museum jeweils zur vollen Stunde

Donnerstag, 19. September, 18.30 Uhr

Der ‚weibliche’ Blick auf das ‚Dritte Reich’ – Werke deutscher Exil-Autorinnen zwischen 1933 und 1945″
Stadtarchiv Siegen, KrönchenCenter, Markt 25

Der bebilderte Vortrag rückt solche christliche und jüdische Autorinnen in den Mittelpunkt, die bereits vor 1933, in der Weimarer Republik, literarische Erfolge feiern konnten, wie Irmgard Keun („Das kunstseidene Mädchen”), Else Lasker-Schüler („Theben”), Nelly Sachs („Legenden und Erzählungen”), Anna Seghers („Aufstand der Fischer”) oder auch Erika Mann, die Gründerin des berühmten Kabaretts „Die Pfeffermühle”, u. a.

Die genannten – und einige ungenannte – Autorinnen haben aber auch nach ihrer Flucht oder Vertreibung aus Nazi-Deutschland in ihrem Exil wichtige lyrische und erzählerische Texte über ihr verlorenes Heimatland geschrieben: I. Keun („Nach Mitternacht”), E. Lasker-Schüler („Das

blaue Klavier”), E. Mann („Zehn Millionen Kinder”), N. Sachs („Eli. Ein Mysterienspiel”),

A. Seghers („Das siebte Kreuz”, „Transit”) u. a.

Die anderen („weiblichen“) Blicke (von „außen“) auf das „Dritte Reich“ fördern Erkenntnisse zu Tage, die im Rahmen der heute mehr denn je notwendigen Erinnerungskultur von geradezu aktueller Brisanz und akuter Relevanz zu sein scheinen.

Bildvortrag: Dr. Jürgen Nelles, Bonn

Im Rahmen des Siegener Forums

Eintritt: 3 €

Sonntag, 22. September, 15.30-17.00 Uhr

Alternativer Stadtrundgang

Treffpunkt: Eingang KrönchenCenter, Markt 25

Der Gang führt entlang der Geschäfte ehemaliger jüdischer Inhaber, der Stolpersteine und politischer Denkmäler. Thematisiert werden Diskriminierung, Verfolgung bis hin zur Ermordung sowie Widerstand und Flucht. Es werden historische Fotos gezeigt.

Leitung: Traute Fries, Klaus Merklein

Gemeinsam mit der VHS Siegen

Teilnehmerbeitrag: 5 €

Freitag, 27. September, 16.00 Uhr

Einweihung der neuen Gedenktafel zu den Deportationen vom Bahnhof Siegen

Hauptbahnhof Siegen, Gleis 4 (Richtung Dortmund)

Berichtet wird über die Deportationen – vorwiegend von Menschen jüdischen Glaubens – nach Zamosc, Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau. Anlass der Neugestaltung der Gedenktafel ist der 75. Jahrestag der Verfolgung und Deportation von in sogenannten Mischehen Lebenden. Dazu werden neue Erkenntnisse vorgetragen.

Sonntag, 10. November, 16.00 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestags der Zerstörung der Synagogen in Deutschland

Platz der Synagoge, Obergraben 10

Ansprache: Alon Sander
Kaddisch: Alon Sander

Weitere Mitwirkende: Gäste aus unserem Partnerkreis Emek Hefer (Israel) und SchülerInnen der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Sonntag, 17. November, 15.00-16.30 Uhr

Gang entlang der Erinnerungsorte zum Nationalsozialismus in der Unterstadt

Treffpunkt: ehem. Haus der Arbeit, Sandstraße 20

Die Führung folgt neben den Biografien jüdischer Opfer des Nationalsozialismus entlang einiger Stolpersteine auch den Spuren der Siegerländer Arbeiterbewegung und ihrer Opfer unter der NS-Diktatur. Daneben wird anhand der Geschichte der Sandstraße, entlang der Orte ehemaliger Lokalitäten und Geschäftshäuser einiges zur Stadtgeschichte zu erfahren sein.

Leitung: Peer Ball

Gemeinsam mit der VHS Siegen

Teilnehmerbeitrag: 5 €

Sonntag, 15. Dezember, 16.00 Uhr

Fremde Heimat – szenische Führung zur Zwangsarbeit im Siegerland in der Zeit des Nationalsozialismus

Ort und Dauer werden in der lokalen Presse bekannt gegeben.

Im Jahr 1944 war jeder dritte Arbeitnehmer im Siegerland ein Zwangsarbeiter. Auf den Friedhöfen des Siegerlandes finden sich ihre Spuren – so wurden zwischen 1940 und 1945 ca. 1.000 sogenannte Fremdarbeiter hier begraben – darunter Kleinkinder, Jugendliche, Mütter, Väter, Menschen aus Frankreich, Italien, aber vor allem aus Russland, der Ukraine, aus Polen. Das Jugendensemble von „Junges Theater Siegen“ hat sich nach der Auseinandersetzung mit der Verfolgung jüdischer Siegerländer im Theaterstück „Unheimliche Heimat – Stolpersteine der Erinnerung“ nun zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an die bis zu 12.000 Menschen, die in der Zeit des NS als ZwangsarbeiterInnen aus ganz Europa in unserer Region ausgebeutet wurden, wach zu halten. Dazu wurden Zeitzeugen befragt, Texte gelesen, Friedhöfe besucht und daraus eine szenische Führung erarbeitet, die den Besuchern Einblicke in Sichtweisen und Lebensläufe sowohl von Zwangsarbeitern als auch von Siegerländer Bürgern geben soll.

Gemeinsam mit Junges Theater Siegen e. V.

a69e8fd8b6f4ad07d875818249068a80_bmfsfj_dl_mitfoerderzusatz_rz

Eintritt frei

 

Eine Vorschau für 2020 ist aufgrund der anstehenden Erweiterung des Aktiven Museums noch nicht möglich.

 

Translate »