WALTER KRÄMER

Späte Anerkennung eines „unerwünschten Opfers“

Erinnern ist ein mühsames Unterfangen. Es setzt die Bereitschaft von Menschen voraus, sich aktiv mit einem Thema zu beschäftigen, das einen bestimmten Stellenwert in unserer Gesellschaft besitzt. Die jüngere deutsche Geschichte bringt es mit sich, dass wir uns mit den Opfern im Land der Täter beschäftigen. Dieses Spannungsverhältnis wird noch dadurch verschärft, dass oftmals zwischen Opfergruppen differenziert wird. Lange Zeit gab es gar die Unterscheidung zwischen „akzeptierten“ und „unerwünschten“ Opfern.

Walter Krämer AMS(1)

Dem Leben und Wirken Walter Krämers ist ein Teil der Ausstellung gewidmet.

Der Siegener Kommunist Walter Krämer (1892 – 1941) gehörte dabei eindeutig zu den „unerwünschten Opfern“, die lieber vergessen und verschwiegen wurden.

Im Mai 2000 verlieh der Staat Israel Walter Krämer den Titel „Gerechter der Völker“. Dies ist die höchste Auszeichnung, die Israel an einen Nichtjuden vergeben kann.

 

Im „Garten der Gerechten“ in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem wurde ein Baum auf seinen Namen gepflanzt. Damit ist er einer unter nur 400 Deutschen, die so geehrt wurden.

 

Walter-Krämer-Denkmal am Kreisklinikum Siegen

Walter-Krämer-Denkmal

Bitte klicken Sie auf das Bild, wenn Sie mehr über das Denkmal erfahren möchten.

 

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