ENTSTEHUNG

Eingang AMS

Eingang des Museums mit der Menorah, dem siebenarmigen Leuchter

Das Aktive Museum Südwestfalen (AMS) in Siegen, Obergraben 10, wurde am 10. November 1996 eröffnet. Vorausgegangen waren vier Jahre zäher Verhandlungen mit dem Besitzer des Luftschutzbunkers am Obergraben, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, um die Bereitstellung von Räumlichkeiten.

 

 

 

Der Bunker war 1940 auf den Grundmauern der Siegener Synagoge errichtet worden, nachdem Männer der Siegener SS und SA das Gotteshaus am 10. Nov. 1938 in Brand gesetzt hatten.

In den ersten Jahren wurde eine Dokumentation „Zur Geschichte der Juden in Stadt und Land Siegen“ gezeigt. Da die Einrichtung in der Bevölkerung und bei Schulen regen Zuspruch fand, wurde im Jahr 2001 die Ausstellungsfläche auf rund 200 qm erweitert (gesamte untere Bunkeretage). Somit konnten in der Dauerausstellung weitere regionale Opfergruppen des Nationalsozialismus dargestellt werden: Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas, Opfer der „Euthanasie“, politisch Verfolgte u. v. a.

Gedenktafel AMS

Gedenktafel am Bunker

Mit der Erweiterung zum Lern- und Gedenkort auch für andere Opfergruppen erhöhte sich die Attraktivität der Einrichtung deutlich. An den beiden Öffnungstagen (sonntags und dienstags jeweils 15-18 Uhr) kamen jährlich rund 1 200 Interessierte. Morgens besuchten vor allem Schulklassen aus der Region das AMS, die neben einer Führung auch einen anschließenden alternativen Stadtrundgang buchten. Im letzten Jahr konnten wir mehr als 80 Schulklassen begrüßen. In vielen Schulprogrammen ist ein Besuch des Lern- und Gedenkortes am Platz der Synagoge fest verankert.

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